Freitag, 18. Dezember 2015

Shortbread mal anders
{Orange, Kardamom & Rosmarin}

Ihr Lieben,

wir schreiben den 17. Dezember 2015, Weihnachten steht in genau 7 Tagen vor der Tür und ich sitze hier in strahlendem Sonnenschein und schreibe meinen letzten weihnachtlichen Post für dieses Jahr. Irgendwie geprägt von Ironie. Als absoluter Sonnenanbeter freue ich mich natürlich über diese Wetterlage, aber ich muss auch zugeben, dass so ein bisschen Schnee zumindest an Heilig Abend für mich dazu gehört. Dieser unbeschreibliche Tag, das Gefühl wenn man morgens aufsteht, wenn man Weihnachtslieder im Radio hört, das Festessen in der Küche zubereitet und einen letzten Blick auf die Nachspeisen wirft, alle irgendwie hektisch (aber trotzdem glücklich) umher irren... kein anderer Tag fühlt sich so an. Schnee wäre also bitte nächsten Donnerstag noch die Krönung (offizielle Bestellung an den Wettergott). Aber auch wenn es uns grade eher nach einem Kaffee im Freien & Frühlingsgefühlen wäre, halten wir uns mal an die Regeln. Und nächste Woche ist Weihnachten. Basta. Plätzchen gehören dazu, eh klar.



 
 
 

Orangen-Shortbread mit Rosmarin
(ca. 50 Stück)

350 g Mehl
100 g Puderzucker + etwas mehr zum bestäuben
200 g Butter
1 P. Vanillezucker
1/2 TL Bio-Orangenschalenabrieb
1 TL gemahlener Kardamom
2 EL frisch gepresster Orangensaft
1 Zweig frischer Rosmarin





Freitag, 4. Dezember 2015

Traumstücke nach weihnachtlicher Art

Die Zeit rast nur so davon. Immer wieder denkt man sich, dass dies oder das schon wieder soooo lange her ist. Genauso ging es mir grade eben, als ich sehe, dass der Traumstücke-Hype schon vor 2 Jahren angefangen hat. Ich dachte, das war erst im letzten Jahr. Umso mehr ist es also allerhöchste Zeit gewesen, dass ich diesem heiß umschwärmte Gebäck auch mal Einzug in meine Küche gestatte. Zumal ja das Original-Rezept aus Ulm stammt. Das war ich diesen kleinen Keksen also schon schuldig. Weil ich so oft gelesen habe, dass der Aufwand so super gering ist, kam mir das Rezept für schnelle Weihnachtsplätzchen also gerade recht. Dann war da noch dieses unglaublich leckere arabische Kaffeegewürz in meinem Hinterkopf, welches ich mal in einem Geschäft für Gewürze versuchen durfte. Geboren war also meine Interpretation der Traumstücke. Der Teig klassisch & originalgetreu, der feine Puderzuckermantel gepaart mit weihnachtlichen Aromen. Was soll ich noch groß sagen.... ich muss auf jeden Fall nochmal ein Blech backen :)






Weihnachts-Traumstücke
(für ein Blech)


für den Teig:
5 Eigelb
500 g Mehl
250 g Butter
2 Päckchen Vanillezucker
150 g Zucker


für das arabische Kaffeegewürz:
1 TL gemahlener Kardamom
1 TL gemahlene Nelken
1/2 TL schwarzer Pfeffer
1 TL gemahlener Zimt
1/2 TL gemahlener Muskat
1/2 TL Vanillezucker


außerdem 200 g Puderzucker

Sonntag, 29. November 2015

Traditionskuchen in Weihnachtsstimmung
ein Chai-Marmorkuchen

Es gibt sie in jeder Familie. Die kulinarischen Klassiker schlechthin. Davon gibt es meistens herzhafte und süße Varianten.

In unserer Familie stehen hoch im Kurs die Kässpätzle, aber auch der Marmorkuchen. Zugegeben, letzteren gibt es immer seltener. Zu groß ist die Reizüberflutung und die Neugier auf neue Rezepte und das unbekannte. Deswegen bin ich schon seit Jahren in der Vorweihnachtszeit dazu übergegangen, möglichst keine klassischen Plätzchen zu backen. Denn die gibt es sicherlich auf einem anderen Keksteller im Kreise der Liebsten. Aber man kann vorhandenen, bewährten Rezepten ja einen neuen Kick geben oder sie etwas abwandeln. So ist meine Mutter bekennender Fan der Gewürzkipferl geworden.

Damit es aber auch für einen entspannten Adventskaffee ein passendes Gegenüber gibt, wollte ich eine neue Kuchenvariante testen. So kam mir die Idee für einen Marmorkuchen. Nicht ganz gewöhnlich, sondern eher winterlich. Rezepte mit Punsch, Glühwein, Bratapfel oder Spekulatius gibt es auf diesem Blog schon. Darum habe ich an die Aromen von einem heißen Chai-Tee gedacht. So schnell wird aus einem ganz normalen Marmorkuchen ein kleine kulinarische Winterreise.



































Chai-Marmorkuchen
(für eine Kasten- oder Gugelhupfform)

100 g Margarine
250 g Zucker
5 Eier
1 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
250 g Mehl
1-2 EL ungesüßter Kakao
1 TL Zimt
1/4 TL gem. Kardamom
1/4 TL gem. Nelken
etwas Vanillemark
eine Prise gem. Anis
75 ml Milch + 3 TL Zucker
ein Beutel Chai-Tee (ersatzweise Schwarztee)
etwas Puderzucker





Freitag, 13. November 2015

Tigerbananen Gugelhupf
Bananen - Walnuss - Kuchen






































Wer kennt es nicht? Man kauft Bananen mit dem optimalen Reifegrad und man könnte
meinen, dass mit dem Gang über die Türschwelle die ersten braunen Pünktchen auf die Bananen hüpfen.

Ich gehöre zu denjenigen, die die Bananen absolut gelb, fast schon leicht grün lieben. Da ist die Frucht noch richtig schön saftig und nicht so ausgetrocknet und zuckersüß wie ein paar Tage später. Wie oft passiert es aber, dass die Bananen schneller sind wie man selbst und im Handumdrehen die Banane zur Tigerbanane wird. Mittlerweile habe ich auch herausgefunden, dass jeder Mensch so seine Bananen-Macken hat. Fast jeder will sie auf eine bestimmte Art und nicht anders. Dabei gibt es aber wirklich wenige, die sie auch noch braun echt gerne haben.

Es muss also eine Lösung her. Man kann ja nicht stääändig mit diesen braunen Bananen kämpfen. Und irgendwie tun sie einem ja auch Leid. Ich habe also schon viel experimentiert: Bananenwaffeln (absoluter braune-B.-Favorit), Bananenzopf, Bananen-Kaiserschmarrn, Bananen-Pancakes und so weiter. Denn braun haben die Dinger einen echten Vorteil. Sie sind sowas von süß, dass man sich oft sogar den Zucker im Teig sparen kann. Wir müssen also unsere Abneigung gegen Tigerbananen ablegen (und mal ehrlich, wer kann so einem süßen Namen schon widerstehen) und uns einfach an diesem Back-Grund erfreuen. Es sind wieder braunen Bananen da, also muss es wohl Kuchen geben ;P




 

Bananen-Walnuss-Gugelhupf alias
Tigerbananen-Kuchen

80 g gemahlene Walnüsse (alternativ gehen natürlich auch Mandeln oder Haselnüsse)
3 Eier
50 ml Milch
180 g Zucker
240 ml Sonnenblumenöl
1 gestrichener TL Zimt
etwas Vanillemark, ersatzweise Vanillezucker
1 Päckchen Backpulver
eine sehr reife/überreife Banane
330 g Mehl

Für Naschkatzen
Apfel- Karamell- Cookies






Auf einmal hat es mich überkommen und ich hatte total Lust auf Kekse. Sonst bin ich eher so der Kuchen-Freak, weil ich es eher weich als knusprig mag. Und weil ich gerade auch wieder (typisch herbstlich) total Lust auf Äpfel und Karamellbonbons hatte, habe ich sozusagen einfach alles in einen Topf geworfen. Damit die Kekse auch schön chewy sind, habe ich mich an die amerikanische Cookie-Variante gehalten. Die ultimative chewy-Garantie gibt uns hier der braune Zucker. Zusammen mit den Apfelstücken sind es fast schon kleine Kuchen-Kekse geworden. Aber sie habens in sich :)








Apfel- Karamell - Cookies

(für ca. 16 Kekse)

125 g Margarine
100 g brauner Zucker
eine Prise Salz
etwas Zimt
1 Ei
etwas Vanillemark
1/2 TL Backpulver
eine Messerspitze Natron
175 g Mehl
70 g Soft-Karamellbonbons
2 Äpfel

Den Backofen auf 190 Grad vorheizen (Ober-/Unterhitze; Umluft wären 170 Grad).

Freitag, 2. Oktober 2015

Wiederholungstäter
chocolate & cheese






































Heute steht ein Mädelsabend auf dem Plan. Es wird ein typischer Frauenabend.
Schnulzenparty sozusagen. Hiermit oute ich mich offiziell als echter Nicolas Sparks (Film-) Fan. Bei keinem seiner Filme bleiben meine Äuglein trocken. Auch wenn ich manchmal ziemlich lange denke, dass er es heute wohl dann doch nicht schafft. Plötzlich kommt dieser eine hochemotionale Moment und er hat mich wieder zu Tränen gerührt. "Kein Ort ohne dich" wird es heute sein. Vor ein paar Monaten habe ich ihn schon im Kino gesehen und war begeistert wie selten zuvor. Ein wunderschöner Film, zumindest für Fans solcher Liebesdramen wie mich.

Was braucht man aber denn alles für so einen Mädelsabend außer Taschentücher? Was zu knabbern wäre nicht schlecht. Popcorn steht bereit, aber es dürfte schon noch etwas mehr sein. Irgendwas, das Glücksgefühle auslöst. Tränen fließen ja schon genug ;) Da sind mir wieder diese sehr leckeren Muffins eingefallen, die ich mal in dieser angesagten Kaffee-Kette gegessen habe und auch mal backen wollte. Super saftiger Schokomuffin mit Minikäsekuchenanteil. Bäm. Perfekt für heute Abend, wenn man schluchzend auf dem Sofa hängt und was zum festhalten braucht.








































Wer sich jetzt fragt, warum der Post nach einem Wiederholungstäter benannt ist, dem sei
gesagt, dass ich schon einen Brownie-Cheesecake auf dem Blog habe. Irgendwie ist mir das aber erst heute morgen eingefallen, als ich natürlich die Muffins schon gebacken habe. Aber ihr bekommt trotzdem das Rezept, dann könnt ihr sogar wählen, welche Form euch besser passt.





Chocolate - Cheesecake- Muffins
für 12 Stück


für den Schokoteil:

100 g weiche Butter
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eier
175 g Mehl
1 EL Backpulver
150 ml Milch + ein Tropfen Essig (alternativ geht natürlich auch die gleiche Menge an Buttermilch)
100 g geschmolzene Zartbitterschokolade (keine Kuvertüre!)
1 gehäufter EL ungesüßtes Kakaopulver

Freitag, 25. September 2015

Gedanklich ganz weit weg
Amaretto-Waffeln mit Feigen & karamellisierten Walnüssen






























Die Tage vergehen wie im Flug. Seit über einem Monat bin ich schon aus dem Urlaub zurück. Es war wieder allerhöchste Zeit, meine Familie in Süditalien in die Arme zu schließen und viele gemeinsame Stunden zu verbringen.

Je älter ich werde, desto offener werde ich auch für die typisch italienischen oder sogar örtlichen Gerichte und wage mich auch an bislang für mich eher ungeliebte Lebensmittel heran. Mein Onkel hat uns sehr gut bekocht und das habe ich wirklich genossen. Nach dem Essen gibt es immer eine Auswahl an Obst. Da mein Cousin und meine Cousine beide Feigenbäume im Garten haben, die unzählige Früchte tragen, waren natürlich Feigen nicht selten Gäste auf unserer Speisetafel. Obwohl ich mich erst vor ca. 1-2 Jahren an Feigen heran getraut habe, habe ich jetzt so manches Mal gescherzt und angedroht, dass ich einen Baum ausgraben, ihn auf das Autodach schnallen und ihn mit nach Deutschland fahren werde. Ihr könnt euch vorstellen, dass das eher ein Traum als Realität sein kann und deswegen musste ich eben im Urlaub mitnehmen was nur geht. Ich habe gefühlte Kilos an Feigen gegessen (noch lieber als die lila Feigen sind mir die grünen) und sogar wenige Minuten vor der Abreise noch einen Sprint zum nächsten Feigenbaum gemacht und meine Proviantboxen bis oben hin damit aufgefüllt.

Leider reicht dieser Vorrat nicht ewig und so musste ich jetzt also beim Einkaufen die Augen offen halten. Ihr wisst schon, was jetzt kommt. Irgendwann habe ich einfach zuschlagen müssen. Versuchungen muss man ja bekanntlich nachgeben, weil man nicht weiß, ob sie jemals wiederkommen. Ich bin mir zwar sicher, dass in meinem Leben noch einige Feigen meinen Weg kreuzen werden, aber irgendwann ist es dann halt die letzte Feige für diese Saison. Obwohl die kleinen lila Göttinnen zwar auch solo richtig gut munden, kann ein bisschen Begleitung ja nicht schaden. Zu allem was mit Kuchen zu tun hat und etwas knackigem sagen wir Frauen ja sowieso nie nein, oder? ;)








Amaretto-Waffeln mit Vanillequark, Feigen & karamellisierten Walnüssen


für 4 Waffeln

3 Eier
100 g Zucker
1 Prise Salz
150 ml Amarettolikör
100 ml Milch
175 g Mehl
1 TL Backpulver
90 g flüssige Butter

250 g Magerquark
Vanillemark
4 EL Zucker
4 frische Feigen

eine Hand voll geschälte Walnüsse + 2 EL Zucker


Freitag, 31. Juli 2015

Kühler Erdbeer - Cheesecake

 
 




Auch wenn ich liebend gerne in der Küche stehe, herumtüftle, Geschmackskombinationen ausprobiere und natürlich auch backe, gibt es die Zeit, in der ich nicht gerade gerne den Backofen anschmeiße. Kommt zwar selten vor, aber es gibt diese Situationen. Dafür gibt es genau zwei Gründe: die Zubereitung muss noch schneller gehen und ich kann nicht unbedingt anwesend bleiben oder es ist einfach nur zu heiß, den Ofen anzuwerfen (was hierzulande die letzten 4 Wochen ja wirklich mal ungewohnt oft eine Back-Ausrede war). Dann kommt ein Kuchen aus dem Kühlschrank wie gerufen. Ein eiskaltes Törtchen, wenn man so will. Käsekuchen gehen immer und solange Beeren Saison haben, muss man das ausnutzen. Das Timing wäre also genau richtig für einen sommerlichen Cheesecake ohne backen mit frischen Erdbeeren oder anderen Lieblingsbeeren :) 







Cheesecake mit Erdbeeren & Holunderblüten (no bake/18 cm) 

150 g Butterkekse 
80 g Butter 
 

500 g Frischkäse 
200 g geschlagene Sahne
5 EL Holunderblütensirup
40 g Puderzucker
1 EL Vanillezucker 
1 Päckchen Pulver-Gelatine (entspr. 6 Blatt)
Ca. 10 Erdbeeren 

Freitag, 10. Juli 2015

Sommer auf dem Teller
Brotsalat italienischer Art


Auch wenn ich schon viel zu oft zu diesem Thema abgedriftet bin, muss ich nochmal drauf zurück kommen. Es ist Sommer, ich liebe diese Jahreszeit. Frühling und Herbst kommen da zwar auch ganz nah ran, aber der Sommer ist einfach der Höhepunkt. Zugegeben, bei 30 Grad bin ich auch eher lieber im kühlen Nass als in der Arbeit, aber trotzdem bin ich ein absolutes Sonnen- und Sommerkind. Meine Mama würde jetzt sagen, ich wäre „erblich belastet“, denn dank meinem italienischen Papa ist für mich ein heißer Sommer ein ziemlicher Segen und der Winter kann mir nur wenig Begeisterung bescheren. Letzens hat sie mir sogar gesagt, dass ich, je älter ich werde, immer italienischer werde. Da könnte sie richtig liegen. Ich liebe das italienische Essen, das Klima, die Mentalität. Weil  man aber nicht das ganze Jahr über in Italien auf der Terrasse zwischen all den Palmen sitzen und um 23 Uhr erst zu Abend essen kann, muss man sich eben ab und Italien auf den Teller holen. Und ja, ich weiß, dass heute der Ofen absolut kalt bleibt und ich nicht einmal das Brot selbst gebacken habe, aber heute wird eben nur weiter verarbeitet. Meine Instagram-Follower haben sich trotzdem FÜR einen Post ausgesprochen und dem will ich natürlich sehr gern nachkommen.

  



Ich sehe euch im Besten Fall schon heute Abend mit einem feinen Glas Wein und diesem super leckeren Brotsalat im Garten sitzen und mit euren Liebsten verweilen, lachen und genießen - ganz wie im Süden.




 
 
Brotsalat italienischer Art (für 2 Personen)
 
 
250 g italienisches Brot
5 große Flaschentomaten
1 EL Pinienkerne
125 g Fetakäse (optimalerweise Mozzarella, ich hatte nur keinen da)
getrocknete italienische Kräuter
ein paar Blätter frischer Basilikum
etwas Essig & Olivenöl

Freitag, 19. Juni 2015

Für Tartefans und alle anderen:
Limettentarte


Jeder hat ja so seine Lieblingsdinge. Bei mir zählen da auch Tartes dazu. Gibt es irgendwo eine Tarte, dann hat man meine volle Aufmerksamkeit. Und vielleicht auch ein, zwei Stückchen Tarte weniger - haha. Das hat zur Folge, dass meine Tarteform dementsprechend oft ran muss und im Vergleich zu einigen anderen Backformen in meinem Fundus eine richtig lohnenswerte Anschaffung war. Mit herausnehmbaren Boden, ist ja klar. Außer den Tartes lassen aber noch ein paar mehr Dinge mein Herzchen höher schlagen. Da wären noch Backbücher & Zeitschriften in allen erdenklichen Kategorien und Farben. Aber hier gibt es einen gravierenden Unterschied zur Tarte-Form. Bücher & Co. schaue ich zwar gerne und immer wieder an und finde oft ganz fantastische Rezepte mit absolut überzeugenden Fotos, aber irgendwie finde ich mich dann doch immer wieder hochmotiviert und experimentierfreudig in meiner Küche wieder und so bleiben viel zu viele Bücher unbenutzt. Jetzt musste ich aber doch mal meiner eigenen Aufforderung #mannehmeeinbackbuch gerecht werden und einem gigantisch anmutenden Rezept eine Chance geben. Gesagt, getan. Ich habe mich an eine Limettentarte erinnert, die ich schon das ein oder andere Mal angeschmachtet habe und habe sie dann tatsächlich gebacken. Ein sehr feiner Mix aus Säure und Süße. Als kleinen Farbtupfer & weitere süße Komponente habe ich noch ein bisschen Obst darauf verteilt. Eine herrliche Sommertarte.
 
 




 

Limettentarte
(für eine Tarte mit 24 cm Durchmesser; größer geht auch, dann gibt’s eben eine flachere Tarte)
 
Für den Teig:
125 g gewürfelte Butter
90 g Zucker
1 Ei
250 g Mehl
 
Für die Limettenfüllung:
3 Bio-Limetten
170 g Zucker
3 Eier
200 g Sahne
 
Außerdem:
etwas Obst nach Wahl
evtl. Margarine zum einfetten der Tarteform
Hülsenfrüchte zum Blindbacken (z.B. getrocknete Bohnen oder Erbsen)
 
 


Butter und Zucker miteinander vermischen. Das Ei unterrühren. Mehl zugeben und zu einem glatten Teig kneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und ca. 1 Std. kalt stellen.

 

Falls nötig, die Tarteform leicht mit Margarine einfetten. Zwischen zwei Lagen Backpapier den Teig so groß ausrollen, dass er für den Tarteboden - sowie -rand ausreicht. Ein Blatt Backpapier abziehen und den Teig auf die Form legen. Das zweite Blatt Backpapier vorsichtig abnehmen und den Teig der Backform anpassen. Überstehenden Teigrest abschneiden. Nun wieder ein Backpapier auf den Teig legen und mit den Hülsenfrüchten bedecken. Weitere 30 Minuten kalt stellen.


 
 


Den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Den Boden ca. 12 - 15 Minuten backen. Danach Hülsenfrüchte & Backpapier wieder herausnehmen.

 

Für die Limettenfüllung die Schale von 2 Limetten abreiben und aus allen 3 den Saft herauspressen. Schale, Saft, Zucker und Eier verquirlen. Die Sahne (ungeschlagen!) unterrühren und die Füllung auf den Tarteboden geben.

 

Wer eine Tarteform mit herausnehmbaren Boden besitzt, muss jetzt vorsichtig sein. Nicht von unten gegen die Form drücken! ;)

 

Die Tarte auf ein Backblech stellen und 30 - 35 Minuten backen, bis die Füllung gestockt ist. In der Form auskühlen lassen und kurz vor dem Servieren mit dem Obst belegen.
 
Quelle: Sweet Paul Magazin, Sommer 2014


 
 
 


Ich hoffe, ich konnte euch damit ein bisschen motivieren, auch eurer Back-Literatur mal eine Chance zu geben ;)



 
 
 
 
 
 
 

Freitag, 29. Mai 2015

Schwarzwälder Lovestory

Schon seit längerer Zeit wollte ich mal eine Schwarzwälder Kirsch Torte backen. Aber wie ich eben so bin, nicht ganz so auf die klassische Art. Ich muss eigentlich sogar gestehen, dass ich trotz meiner riesigen Törtchen - Liebe nicht so der Fan von Torten bin, die mit Sahne ummantelt sind. Ist mir irgendwie ein Ticken zu viel. Zu viel Sahne und -wegen meinem leichten Hang zum Perfektionismus in Sachen Backen - zu viel Verbesserungsfläche im glatt streichen. Wie würde ein Freund jetzt sagen? Manchmal muss man eben quick and dirty arbeiten! In Lebensmittelhinsicht darf man das jetzt natürlich nicht wörtlich nehmen, aber ich denke, ein schnelles & nicht ganz perfektes (und vielleicht etwas optisch wildes) Törtchen trifft es ganz gut. Mit so einem Endergebnis kann ich dann auch ganz gut leben und es kann schneller los genascht werden ;) 





Schwarzwälder - Kirsch  - Törtchen 
(18 cm Durchmesser) 

für die Böden: 
200 g Margarine 
225 g Zucker 
4 Eier 
100 g Vollmilchschokolade 
80 g Zartbitterschokolade 
1 EL Vanillezucker 
1 gestrichener TL Backpulver 
200 g Mehl  
100 ml klare Beeren-Spirituose (ich habe wieder Himbeer-Rum verwendet)  
etwas Margarine zum einfetten

für die Kirsch-Füllung: 
1 Glas Sauerkirschen 
2 EL Zucker 
10 EL Saft aus dem Kirschglas 
2 gehäufte EL Stärke 
1 EL Vanillezucker 


für den sahnigen Teil: 
300 g Sahne 
Sahnesteif 
1 TL Zucker 

zur Dekoration: 
Schokosplitter, Schokoraspel oder selbst gemachtes Dekor



Donnerstag, 14. Mai 2015

Überraschung garantiert
Konfetti - Gugelhupf

Ich liebe Überraschungen. Dabei muss es auch gar nicht mal eine für mich sein. Ich überrasche also auch ganz gern. Dieses Leuchten in den Augen, wenn die Überraschung wahrgenommen wird - unbezahlbar. Natürlich muss es nichts materielles sein, es kann auch einfach etwas sein, das man nicht erwartet hat. Zum Beispiel wenn es der Kuchen in sich hat. Geschmacklich kennen wir das ja. Auf den ersten Blick etwas unscheinbares und nach dem ersten Bissen hat es einen erwischt. Bei der Optik gibt es nach oben keine Grenzen. Aber wie wäre es denn mit etwas, das auf den ersten Blick total normal wirkt und auf den zweiten Blick doch nicht ganz so 08/15 ist, wie man im ersten Moment dachte? Diesen Effekt erreicht man sehr gut, indem man ein optisches Highlight im inneren des Kuchens versteckt. Wer schon einmal einen Ombre Cake angeschnitten hat, weiß wovon ich spreche. Es fällt einem wie Schuppen von den Augen, man traut dem kaum, was sich in einem so einfach wirkenden Kuchen alles verbergen kann. Auch dieser Gugelhupf ist nicht das, was er zu sein scheint. Entzückte Gesichter sind also beim Anschnitt garantiert ;)







Auch wenn wir Backliebhaberinnen eher dazu neigen, gleich den ganzen Kuchen zu verschenken, habe ich mit diesem Backwerk etwas anderes angestellt. Es sollte ein toller Geburtstagsbeitrag für Frau Wienerbroed werden, die zu ihrem Bloggeburtstag geladen hatte. Das habe ich mir natürlich nicht zwei mal sagen lassen, wollte gleich mal mitfeiern, habe mit Konfetti um mich geworfen und naja.... bisschen was ist dann im Kuchen gelandet. Sorry!






Konfetti- Gugelhupf
(für eine große Gugelhupf - Form)

150 ml Sonnenblumenöl
250 g Zucker
5 Eier
250 g Mehl
250 ml Milch
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
1,5  Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
4 Lebensmittelfarben nach Wahl (ich empfehle Pastenfarben)
60 g gesiebter Puderzucker  + etwas Milch
essbare Konfetti (z.B. von Dr. Ö.)

Hilfsmittel:
4 Soufflé-Förmchen oder andere kleine Backförmchen oder sogar ein CakePop-Gerät
Melonenkugelausstecher 


Mittwoch, 29. April 2015

Soulfood in der Sonne
Bananenwaffeln mit Karamell

Es ist wieder soweit. Meine liebste Jahreszeit bricht an. So langsam steigen die Temperaturen nach oben und man kann wieder ganz viele heißgeliebte Frühjahresmomente erleben. Es muss nicht mehr die dicke Jacke sein, die Tage werden länger und ja, ich war sogar schon an meinem Lieblingssee. Zwar ohne zu baden (so hart im Nehmen bin ich dann doch nicht), aber immerhin hats zum Sonne tanken gereicht. Was aber meistens fast das allererste ist, was ich in den ersten schönen Frühlingstagen mache, ist ein schönes, gemütliches Frühstück auf der Terrasse. Irgendwas süßes, gebackenes muss dabei sein. Heute hat es die Banane erwischt, die schon ein paar braune Pünktchen hatte und die ich deswegen nicht unbedingt vor Begeisterung angesprungen hätte. Aber als Backzutat ist sie so absolut perfekt. Also ging es ihr an den Kragen. Sorry, Banana. Damit sie sich aber nicht ganz so im Stich gelassen fühlt, habe ich noch ein Gläschen Karamell dazu geholt.....






Bananen-Waffeln mit Karamell
für 4 Waffeln

1 Ei
75 g Zucker
2 EL Vanillezucker
eine sehr reife Banane
eine Prise Salz
100 ml Milch
80 g Mehl
1 gestrichener TL Backpulver
45 g geschmolzene Butter


Karamellaufstrich nach Belieben
optional: eine zusätzliche - nicht ganz so reife - Banane zur Dekoration


Butter, Vanillezucker und Zucker cremig rühren. Ei, Salz, Milch und Backpulver dazu und unterrühren. Die Banane mit einer Gabel zerdrücken und mit dem Mehl der Buttermischung zugeben und alles glatt rühren.

Ich verwende zum ausbacken Silikon - Waffelformen von Tupperware. Gibt es aber in ähnlicher Ausführung z. B. auch bei Xenos. Ich spüle sie kurz mit kaltem Wasser aus und gieße dann den Teig hinein. Funktioniert aber bestimmt auch mit einem Waffeleisen. 15 Minuten bei 220 Grad Ober-/Unterhitze backen.

Nach dem Backen ein paar Minuten auskühlen lassen, aus der Form nehmen und mit Karamellcreme (und Bananenscheiben) servieren.


Rezept Grundteig: Waffelbuch von Tupperware - mit Änderungen durch die Teigfabrik






Knappe 20 Minuten Zeit investieren und ein schönes Frühstück genießen. Das ist doch was oder? ;) Und wenn ich schon so in Frühlingslaune bin, will ich gleich noch ein paar andere anstecken und mache bei der Frühlingssause vom Blog Küchenplausch mit :)


Fruehjahrssause_kl







Enjoy the little things! ;)

Angelina

Montag, 27. April 2015

Süße Brezeln

Freitag! Das Wochenende naht unaufhaltsam in großen Schritten. Zeit für das nächste ausgiebige, stundenlange Frühstück. Vielleicht sogar das erste bei strahlendem Sonnenschein? Ansonsten gibt es auch sicherlich mal einen kleinen süßen Hunger zwischendurch oder die Tasse Kaffee am Nachmittag könnte noch einen Begleiter vertragen oder ihr könnt für einen Filmeabend noch das passende Naschwerk brauchen. Egal für was ihr euch entscheidet. Egal, ob mit oder ohne Nutella, Marmelade oder sonstigen Herzchen-in-die-Augen-Schießer, diese süßen Hefebrezeln gehen immer. Fluffig, weich, mit ein bisschen Puderzucker bestäubt und äääußerst schmackhaft.








Süße Brezeln
für 8 Stück

25 g frische Hefe
50 g Zucker
150 ml Milch
500 g Mehl
1/2 TL Salz
2 EL Vanillezucker
100 g Butter
50 g Karamellsirup (gekauft oder selbst gemacht aus 150 ml Wasser und 100 g Zucker) 
2 Eier
5 EL Milch
etwas Puderzucker




Wer den Sirup selbst machen möchte, gibt den Zucker in eine Pfanne und lässt ihn schmilzen, bis er ca. goldgelb ist. Wenn der Zucker zu dunkel wird, wirds bitter, also lieber dabei bleiben. Dann vorsichtig mit dem Wasser aufgießen und gut umrühren. Am Besten gleich heiß in eine saubere Flasche füllen, 5 Minuten auf den Kopf stellen und zur weiteren Verwendung gut auskühlen lassen.

Freitag, 3. April 2015

Karotten - Mandel - Donuts für den Osterhasen








Langsam aber sicher könnte ich meinen Blog umtaufen. Last minute bakery würde es ganz gut treffen. So sehr ich es mir auch vornehme, oft poste ich meine Festtagsrezepte ganz knapp vor den Feiertagen oder sogar danach. Aber solange es die Leckereien wert sind, hier ein Plätzchen zu belegen, bekommen sie auch ihren Auftritt. Heute liege ich also verhältnismäßig noch ganz gut in der Zeit, denn morgen kann man immer noch Zutaten einkaufen und losbacken. Und wer Glück hat, hat sogar alles im Haus, im schlimmsten Fall fehlt die Donutbackform. Aaaaaber da hab ich einen guten Tipp für euch. Diesem Teig ist es nämlich egal, in welche Form ihr ihn gebt, es können also auch Muffins oder ein Kastenkuchen werden. Jetzt will ich im Feiertags-Stress nicht lange eure Zeit stehlen. Ab gehts. 




Karotten-Mandel-Donuts 
für 12 Stück (oder für 12 Muffins oder doppelt genommen für einen Kastenkuchen) 

2 Eier 
100 g Zucker
1 TL Zimt
2 TL Backpulver 
125 g Mehl 
100 g gemahlene Mandeln
125 ml Pflanzenöl
200 g fein geraspelte Karotten 

60 g Puderzucker 
2 - 3 TL Milch 

evtl. Nonpareilles oder essbare Dekoration 


Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Karotten schälen und fein raspeln. Eier und Zucker schaumig schlagen. Zimt, Backpulver, Mandeln und Mehl dazugeben und unterrühren. Danach das selbe mit Öl und den Karotten.

Donutbackform leicht mit Margarine einfetten (oder eben eure Backform vorbereiten) und den Teig einfüllen. Funktioniert super, wenn ihr ihn in einen Spritzbeutel umfüllt. 20 Minuten in den Backofen und danach gut auskühlen lassen. 

Aus Puderzucker und Milch eine Glasur herstellen und auf die Donuts streichen. Deko sofort festkleben. 





Das wars schon. Super leckere und einfache Donuts stehen im Handumdrehen auf dem Tisch. 





Ich wünsche euch schon einmal ein frohes Osterfest. 

Enjoy the little things, 

Angelina